Chronik Tauchersreuth

1109 wird der Ort als "Tuchanesruit" erstmals in einer Urkunde des Bischofs Otto von Bamberg erwähnt.

1279 verpfändet König Rudolf die Orte Neunhof, Tauchersreuth, Ober- und Unterschöllenbach, Güntersbühl und die Gabermühle, die bisher zum Reichsamt Heroldsberg gehört hatten, an Ulrich von Schlüsselberg.

1347 gelangt das Territorium der Schlüsselberger um Neunhof an die Burggrafen von Nürnberg.

1405 veräußern die Burggrafen Tauchersreuthz als Eigenbesitz an den Nürnberger Patrizier Berthold Pfinzing.

1498 werden erstmals Tauchersreuther Einwohner als Schöffen des Gerichts Neunhof erwähnt. Damit ist eine über 300 Jahre dauernde Zugehörigkeit zur Herrschaft Neunhof nachweisbar.

1520 wird Tauchersreuth Bestandteil der neugegründeten Pfarrei Beerbach, die aus dem Sprengel der Pfarrein Kirchröttenbach hervorgegangen ist. Auf Grund alter Rechte gehörten die Anwesen alte NR. 1, 6/7, 9 und 14 zum Sprengel der Filialkirche in Neunhof und besaßen dort auch das Begräbnisrecht.

1552 im zweiten Markgrafenkrieg wird Tauchersreuth mit 24 Gebäuden vollkommen zerstört. Ähnliches mußte der Ort auch im Dreißigjährigen Krieg erleiden.

1598 erwarben die Herren Koler von Neunhof mehrere Anwesen im Ort. Zusammen mit den Herren von Geuder üben Sie die Gemeindeherrschaft aus.

1652 kommt es zu einem Rechtsstreit mit der Nachbargemeinde Oedenberg um die Unterhaltung der Verbindungsstraße. Die immer wieder auflebenden Auseinandersetzungen werden erst 1960 endgültig bereinigt.

1660 Als Nachfolger der Geuder erwarben die Welser von Neunhof Besitz und Rechte in Tauchersreuth, die sie gemeinschaftlich mit der Familie Koler und deren Nachfolgern, den Herren Oelhafen von Schöllenbach, ausüben.

1806 wird Tauchersreuth in das Königreich Bayern eingegliedert.

1818 bildet sich die bayerische Langemeinde Beerbach, zu der auch Tauchersreuth gehört.

1820 wird Tauchersreuth mit Beerbach Bestandteil des Königlich Bayerischen Freiherrlich von Welserschen Patriomonialgerichts Neunhof

1848 verzichten die Freiherrn von Welser auf ihre noch ausgeübten Rechte, die an das Kgl. Langericht Lauf und an das Bezirksamt Hersbruck übergehen.

1879 entsteht in Tauchersreuth eine Pflichtfeuerwehr, die 1911 durch eine Freiwillige Feuerwehr abgelöst wird.

1907 erhält Tauchersreuth eine Wasserversorgung, an die heute noch der charakteristische Wasserturm erinnert.

1908 wird Tauchersreuth Bestandteil des neu gegründeten Landkreises Lauf an der Pegnitz.

1972 erfolg im Zuge der Gebietsreform die Umgliederung von Beerbach und Tauchersreuth in den Landkreis Erlangen-Höchstadt.

1976 wird Tauchersreuth Ortsteil der Kreisstadt Lauf an der Pegnitz und kehrt damit nach langen Bemühungen in den Landkreis Nürnberger Land zurück.